Jeanine Meerapfel

Eine der herausragenden und prägendsten Filmschaffenden in Deutschland

Jeanine Meerapfel ist Filmemacherin, Drehbuchautorin und Produzentin - und eine der herausragenden Persönlichkeiten im deutschen Filmschaffen. Geboren wurde sie am 14.6.1943 als Tochter deutsch-jüdischer Emigranten in Buenos Aires, wo sie zunächst als Redakteurin und freie Journalistin arbeitete, bevor sie nach Deutschland kam: Von 1964 bis 1968 war sie als eine der ersten Frauen am Institut für Filmgestaltung der Ulmer Hochschule für Gestaltung immatrikuliert und studierte dort bei Alexander Kluge und Edgar Reitz. 1980 drehte sie ihren ersten Spielfilm „Malou“, ein Jahr später folgte der Dokumentarfilm „Im Land meiner Eltern“. Ihr nächster Dokumentarfilm „Die Kümmeltürkin geht“ gewann 1985 bei der Berlinale den Interfilm-Preis der evangelischen Jury und den Preis der deutschen Filmkritik. In „Die Verliebten“ (1987) erzählt Jeanine Meerapfel eine Geschichte von Heimatsuche der jungen Gastarbeitergeneration, gebrochen zwischen dem Land ihrer Eltern und dem Ort der eigenen Kindheit. Seitdem entstanden kontinuierlich weitere Spiel- und dokumentarische Filme, zuletzt kam 2021 ihr dokumentarischer Filmessay "Eine Frau" in die Kinos. Jeanine Meerapfel beschäftigt sich in ihren Filmen immer wieder mit den Themen Migration, Erinnerung und Identität. Für ihre Erfolge als Filmemacherin und ihren Einsatz für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und die gleichberechtigte Vielfalt der Kulturen erhielt sie 2020 das Bundesverdienstkreuz. Seit 2015 ist sie Präsidentin der Akademie der Künste, Berlin.
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